Wir über uns

Darum geht es uns

Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie wollen ihr Kind zum Umgang abholen. Es will sie aber nicht mehr sehen und Sie werden mit unterschiedlichen, unberechtigten Vorwürfen konfrontiert, Sie hätten ihr Kind misshandelt, angelogen oder gar missbraucht. Das gibt es nicht? Manchen Elternteilen widerfährt dieses nach einer Trennung.

Können Sie sich daran erinnern, wann Sie das letzte Mal Ihr Enkelkind verabschiedet haben? Wie würden Sie sich fühlen, wenn man Ihnen heute erklären würde, dass dies das letzte Mal für viele Jahre gewesen sei?

Es gibt viele solcher Fälle und häufig wird hier der Begriff PAS (Parental Alienation Syndrome) benutzt. Dieser Begriff beschreibt die Störung beim Kind, das zumeist vom betreuenden Elternteil mit dem Ziel beeinflusst und manipuliert wird vom anderen Elternteil entfremdet zu werden. Je nach Alter des Kindes, Umständen und Stärke der Manipulation können die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Am Ende steht aber immer ein erheblich gestörtes Verhältnis zwischen Kind und Eltern und alle Betroffene leiden erheblich.
  • Sie sind geschieden oder getrennt und haben Kinder?
  • Oder Sie wollen sich trennen und fragen sich wie es mit den gemeinsamen Kindern und dem künftigen Umgang und der Sorge aussieht?
  • Haben Sie eine Auseinandersetzung oder erbitterten Kampf um die Kinder?
  • Lehnen Ihre Kinder Sie aus irrationalen Gründen ab oder verunglimpfen Sie?
  • "Verstehen Sie vielleicht hier die Welt nicht mehr"?
Je früher Sie gute Lösungen finden, Sie auf mögliche Warnzeichen reagieren und diese nicht verharmlosen, desto besser.

Die Tragik ist, dass eine Entfremdung nicht automatisch mit der Volljährigkeit der Kinder und Jugendlichen beendet ist.

In unserer Selbsthilfegruppe finden sich betroffene Eltern und Großeltern zusammen, die versuchen Wege zu finden, damit umzugehen und Lösungen zu finden. Wichtig sind der Versuch zu verstehen was passiert ist und dass man nicht alleine ist.

Downloaden Sie hier unser Informationsblatt "Darum geht es uns".
Downloaden Sie hier unser Selbsthilfegruppen-Informationsblatt in Farbe: "Informationsblatt Selbsthilfegruppe PAS Rhein/Main farbig" oder in Schwarz-Weiss: "Informationsblatt Selbsthilfegruppe PAS Rhein/Main schwarz-weiß".


Ziele, Angebote, Erwartungen

Wir sind

eine unabhängige und eigenständige Selbsthilfegruppe von Müttern, Vätern und Großeltern aus dem Rhein-Main-Gebiet, denen der Umgang zu ihren Kindern seit der Trennung oder Scheidung vom anderen Elternteil erschwert oder ganz verhindert wird. Die Geschlechterverteilung unserer Teilnehmer pendelt um ca. 50 % zu 50 %.
Wir verstehen uns als Selbsthilfegruppe von Betroffenen, die in ähnlichen Lebenssituationen oder vergleichbaren Schwierigkeiten sind.
Wir erhalten uns selbstständig und lehnen von außen kommende Unterstützung ab.

Wir wollen

  • durch gemeinsame Arbeit die persönliche Situation des einzelnen Gruppenmitglieds verbessern und seine Fähigkeiten zur Bewältigung stärken und erweitern;
  • dadurch erreichen, dass ein angemessener Umgang zwischen Kindern und beiden Elternteilen sowie allen wichtigen Bezugspersonen erreicht wird,
  • durch Öffentlichkeitsarbeit auf die PAS-Problematik (Eltern-Kind-Entfremdung) aufmerksam machen und diesbezüglich Verbesserungen erreichen.

Wir helfen uns gegenseitig

basierend auf eigenem Erleben, eigener Betroffenheit und Subjektivität, durch
  • Informations- und Wissensaustausch,
  • persönlicher Erfahrungsaustausch,
  • Stärkung durch vertrauensvolle Beziehungen untereinander,
  • Hilfe zur Selbsthilfe,
  • Bedürfnis- und Problemorientierung,
  • Tipps für Verfahren bei Gerichten und Behörden sowie für den Umgang mit Anwälten und anderen Professionen,
  • Hinweise zur Vorbeugung,
  • interne, zugangsgeschützte Informationsplattform mit umfangreichen, weitergehenden Informationen,
  • öffentliche Webseite ( http://www.pas-rhein-main.de/ ) mit Informationen über uns, mit Informationen zur PAS-Thematik und aktuellen Aktivitäten, und
  • Erste-Hilfe-Informationen für bi-nationale/internationale Fälle,

Wir stützen uns auf bzw. erwarten

die allgemein anerkannten Prinzipien und Methoden einer Selbsthilfegruppe wie z. B. das gemeinsame, gleichberechtigte Gespräch in Gruppentreffen, Austausch von Erlebtem/Erfahrungen, Vertraulichkeit, Eigenverantwortlichkeit, Selbstbestimmtheit, Freiwilligkeit, Verbindlichkeit und aktive gemeinsame solidarische Zusammenarbeit. --> Link zum "Leitfaden für die Gruppenarbeit" von Birgit Moss-Hofius und Ilse Rapp auf der Webseite der Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt.

Wir haben uns als Selbsthilfegruppe Gruppenregeln und Gesprächsleitlinien geben, die für alle Teilnehmer verbindlich sind:

Fallbezogene Spannbreiten

Hinsichtlich bestimmter Fallmerkmale gibt es bei uns keine Einschränkungen. Tatsächlich sind folgende Spannbreiten in der Gruppe vertreten: 
  • Hinsichtlich des Alters der betroffenen Kinder von Kleinkind, Kindergartenkind, Schulkind, Jugendliche, erwachsene Kinder zwischen 18 und 50 Jahren (das Problem beendigt sich nicht automatisch mit dem Alter der Kinder).
  • Hinsichtlich der räumlichen Nähe zu den Kindern: Vom Wohnen in der Nachbarwohnung über die gleiche Stadt, über hunderte Kilometer entfernt bis ins Ausland.
  • Hinsichtlich der Dauer der Situation: Von neuen Fällen, die leider meist bereits eine Fallgeschichte von 2-3 Jahren haben bis zu mehreren Jahrzehnten. 
  • Hinsichtlich des Schweregrades der Fallsituationen: Meist mittlere bis schwere Fallkonstellationen. 
Leider kommen die allermeisten erst dann zu uns, wenn der Leidensdruck schon recht hoch und die Fallgeschichte schon fortgeschritten ist.

Drei wichtige Grundsätze unserer Selbsthilfegruppenarbeit

  • Keine Fragen stellen, ausgenommen es sind Verständnisfragen.
  • Keine Ratschläge geben.
  • Jeder über sich selbst.
Dann besteht die Möglichkeit sich Rückmeldungen von den anderen einzuholen.

Diese Rückmeldungen gibt jeder nur aus dem eigenen Werte- und Zielsystem heraus (z.B. was meine Meinung ist, was ich an deiner Stelle tun würde ...) und nicht bezogen auf das Werte- und Zielsystem des-/derjenigen, der/die sich die Rückmeldungen einholt.
Das ist in einer Selbsthilfegruppe wie bei der unsrigen der Kernunterschied zu einer Beratung.
Bei einer Beratung muss sich der Beratende in den Beratenden und seine Werte und Ziele hineindenken und versuchen ihm in seinem Sinne zu helfen; das machen wir nicht.

Was wir nicht sind

Gelegentlich erhalten wir Anfragen nach Beratung/Beratungsleistungen, deshalb zu Verdeutlichung.
Wir sind keine Beratungsstelle und führen keine Beratungen durch - weder bei unseren Gruppentreffen noch auf ggf. andere Arten wie Telefon oder E-Mail:
  • wir sind keine Fachleute, wir sind keine Profis, sondern wir sind Selbst-Betroffene;
  • wir erhalten keine öffentliche Gelder und wollen keine erhalten, sondern wir machen das aus Eigenmotivation, weil es uns selbst gut tut und dem Prinzip des gegenseitigen Nehmens und Gebens;
  • wir haben auch keine Zeit für Beratungen, sondern es ist unsere Freizeit, unsere gemeinsame Zeit, die wir gemeinsam miteinander verbringen.
Viele andere öffentliche, professionelle oder halb-öffentliche/halb-professionelle Einrichtungen, Träger und Vereine bieten Beratung - wir sind dagegen eine klassische Selbsthilfegruppe von Selbst-Betroffenen, die im persönlichen Kontakt bei Gruppentreffen einen Rahmen bietet sich durch persönlichen Beziehungsaufbau zu stärken, Erfahrungen und Informationen auszutauschen usw. Daneben machen wir Öffentlichkeitsarbeit für unser Anliegen und bieten auf unserer Website allgemeine Informationen und Hinweise.
Wenn Ihr Anliegen eine individuelle Beratung zu rechtlichen, medizinischen, psychologischen oder pädagogischen Fragen ist, dann wenden Sie sich bitte an eine Beratungsstelle, an einen Anwalt, an einen Arzt, Apotheker, Psychotherapeuten oder Pädagogen.

Treffen

Wir treffen uns regelmäßig am 1. Montag im Monat (an Feiertagen ggf. Treffpunkt- und ggf. Terminverlegung). Weitere Infos zu Zeit und Ort auf unserer Startseite (Home).

Ablauf der Treffen

Zu Beginn unserer Sitzungen machen wir ein ganz kurze Runde (das Verfahren heißt Blitzlicht), wo jede/r sagt, wie es ihm/ihr seit dem letzten Treffen ergangen ist, wie es ihm/ihr sich gerade fühlt und ob er/sie über etwas bestimmtes (eigenes Anliegen) sprechen möchte. Die Blitzlicht-Anfangsrunde gibt die Möglichkeit gemeinsam festzulegen, was in welcher Reihenfolge besprochen wird.

Kontaktaufnahme für Interessierte

Bitte nehmen Sie vorab vor der Erst-Teilnahme zu uns Kontakt auf.

Informationsblätter

Downloaden Sie hier unser Informationsblatt in Farbe: "Informationsblatt Selbsthilfegruppe PAS Rhein/Main farbig" oder in Schwarz-Weiss: "Informationsblatt Selbsthilfegruppe PAS Rhein/Main schwarz-weiß".
Downloaden Sie hier unser Informationsblatt "Darum geht es uns".
Weitere Downloads im Menü --> Informationen / Hilfsquellen --> Downloads
In der Frankfurter Selbsthilfezeitung, Ausgabe Sommer 2010 wird unsere Gruppe auf Seite 11 vorgestellt.

Weitere Sachinformationen

Unter dem Menüpunkt Erst-Informationen finden Sie weitere (Erst-)Infos für die Praxis.
Umfangreiche weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Informationen / Hilfsquellen.


Historie

Im September 2006 gründete sich die überregionale Selbsthilfegruppe "SefeM+V Rhein/Main/Saar". 
Nach der Vereinsgründung von PAS-Eltern e.V.  im Februar 2007 gründete eine betroffene Mutter dann die lokale Gruppe "PAS-Eltern e.V. Regionalgruppe Rhein / Main".
Ab März 2009 waren wir "Selbsthilfegruppe PAS Rhein/Main der PAS-Eltern e.V. Regionalgruppe Rhein / Main".
Seit April 2009 sind wir wieder unabhängig und eigenständig und heißen "Selbsthilfegruppe PAS Rhein/Main".
März/April 2009: Einrichtung unserer Webseite.
März 2010: Wir haben ein eigenes Logo
ab Februar 2016: wegen Umzug der Selbsthilfekontaktstelle: Gruppentreffen in der Sonnemannstr. 3, 60314 Frankfurt